Nicht leicht gemacht...
- "Apfelsaftminister"
- 4. Juli 2018
- 2 Min. Lesezeit
... habe ich es mir mit der Entscheidung, welches Mähgerät ich zum Mähen der inzwischen auf ca. 8000m2 angewachsene Streuobstwiesenfläche nehmen werde. Es hat sich dann doch herausgestellt, dass es auf Dauer nicht mit den Aufsitzrasenmähern geht. Fürs Mähen "Am Atzstück" habe ich mit dem kleinen grünen 6 Stunden benötigt. Das ist einfach viel zu lange. Und je höher das Gras wird, um so länger dauert es. "Am Geiersberg" ging schlussendlich nichts mehr, das Mähwerk hatte auf Grund des hohen Grases seinen Geist aufgegeben.

Guter Rat war teuer - und alles, was man zum vernünftigen Mähen so benötigt. Zusammen mit meinem Schwager war geplant, einen Anhängemulchmäher für ATV zu kaufen, ein entsprechendes Modell war schon ausgesucht. Die Idee hat sich dann aber zerschlagen. Ein spezieller Hochgrasmäher wäre schon richtig gewesen, aber selbst gebraucht sind sie noch sehr teuer. Also gingen die Gedanken wieder in Richtung Gutbrod. Er hatte sich damals eigentlich bewährt, musste aber für das Durchlaufpasteurprojekt verkauft werden. Mit einem Zwischenachsmähwerk sollte eigentlich nah genug an den Bäume gemäht werden können, und die Zapfwelle und die Hydraulikanschlüsse könnten auch noch für etwas anderes verwendet werden. Die Holzmachsaison war auf ihrem Höhepunkt, und der Gedanke an einen Kegelspalter durchaus verlockend...
Also wurden die Anzeigen auf dem bekannten Kleinanzeigenportal im www studiert, und die Wahl fiel schließlich auf dieses Modell aus der Nähe von Mannheim:

Gutbrod 2600DS mit 2 Zylinder-Dieselmotor, 20PS und 55NM Drehmoment, Getriebeuntersetzung mit Differenzialsperre. Ohne Rost und auch sonst in sofortigem Gebrauchsszustand. Mit dem Verkäufer wurde noch vereinbart, dass der Hubzylinder des Mähwerks überholt wird, und für 2500€ wechselte er im Juni den Besitzer.
Was soll ich sagen: die absolut richtige Entscheidung! Er hat alle Flächen ohne Zicken gemäht. Mit ihm habe ich ein zuverlässiges und robustes Mähgerät für die Zukunft.
Was mich zusätzlich zu der Kaufentscheidung motiviert hatte war die Notwendigkeit, eine dauerhaft zur Verfügung stehende Transportmöglichkeit für die Apfelauflesemaschine zu haben. Gerade in den Herbstferien, der Haupterntezeit, ist der Anhänger meines Bruders unterwegs. Aber gerade dann brauche ich einen Transpoprtanhänger, um flexibel agieren zu können. Die Bäume stehen auf 3 nicht zusammenhängenden Feldern.

Der Anhänger hat eine Zuladung von 1,15 Tonnen. Damit kann ich pro Fahrt eine wesentlich größere Menge Äpfel nach Ostheim verkaufen, was auch noch wirtschaftlicher ist.
Was bleibt ist der Wunsch, dass sich die Ausgaben dieses Jahr amortisieren!
Den alten Anhänger habe ich meinem Bruder vermacht, ich darf ihn aber weiterhin benutzen. Gerade der Planenaufbau macht ihn zu einem wertvollen Hilfsmittel.
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